Intervention aus Einsichtspsychologie

 

Minimalistisch definiert besteht die Interventionsmethode der Einsichtspsychologie, sei es in Psychotherapie, Paartherapie, Coaching, Supervision oder Fortbildung, oder sei es in der Seelsorge oder der spirituellen Anleitung, stets in Folgendem:

 

Die Absicht, hinzuführen, wo es lang geht Richtung Evolution, aus sich selbst heraus wirken zu lassen.

 

Für die in der hinduistisch-buddhistischen Terminologie Bewanderten handelt es sich um Aktion, Interaktion und Kommunikation nach der Fasson des Mahāmudrā-Prinzips; sich nicht einmischen, sondern alles geschehen lassen, weder distanziert, noch anhaftend, weder als bloßer Beobachter, noch als bloßer Akteur; involviert, ohne im Involviertsein involviert zu sein.

In einer anderen, seit Carlos Castaneda populären, Terminologie wäre das zum Beispiel die sogenannte kontrollierte Torheit.

In möglichst unprätentiöser Bezeichnung könnte man von Improvisieren sprechen. Mit der vorausgesetzten Bedingung des – ausreichend ernst geprüften – Vertrauens in die spontan entstehende Einsicht in das Notwendige und Günstige für den Entwicklungsfortschritt des anderen Menschen.

Im Rahmen der Gestalttherapie der 70er Jahre sprach man von Psychotherapie als Meditation in Aktion. In Anlehnung daran paßt die korrektere Bezeichnung als Kontemplation in Kommunikation, idealerweise in Interaktion; oder eben kontemplativer Modus der Kommunikation.

Man möge sich allerdings hüten, der Assoziation von still, schweigend, besinnlich nachzugeben, denn so geht es dabei nicht zu, ganz im Gegenteil.

Notwendigerweise ist das persönliche Charisma des Einsichtspsychologen der spontane Träger der Inspiration zum Erkennen der Logik der zu verbessernden Dinge.

(Im Falle des Falles ist daher etwa auch ein aufdringlicher und fraglicher Humor nicht auszuschließen!)

 

 

 

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